Als Unternehmer beobachte ich die Bürgermeisterwahl mit starkem Interesse. Das Thema Wirtschaftsförderung steht hier bei fast allen Parteien im Fokus – und das zu Recht. In den letzten Jahren war in Neufahrn eine stetige, schleichende Abwanderung ortsansässiger Betriebe zu beobachten. Neue Firmen haben sich kaum angesiedelt. Für uns als Betrieb sind die Pflege unserer Bestandskunden sowie die vertriebliche Akquisition neuer Kunden von existenzieller Bedeutung. Wir sind zwar ein kleiner Betrieb, doch diese Anforderungen lassen sich sehr gut auf unsere Gemeinde übertragen: Für einen Ort mit ca. 20.000 Einwohnern ist die Pflege ansässiger sowie das Werben neuer Firmen von noch wesentlich größerer existenzieller Bedeutung.


Welche Aufgaben sollte ein Wirtschaftsförderer wahrnehmen? Hier einige Beispiele:
 Aufbau einer Interessentenkartei und dauerhafte Aktualisierung zur Unternehmensakquisition
 Pressearbeit
 Internetauftritt optimieren und ständig aktualisieren
 Regelmäßige Wirtschaftsgespräche mit den ortsansässigen Firmen führen
 Betriebsbesichtigungen
 Umfragen
 Standortprospekt mit Darstellung der Stärken der Gemeinde
 Sonderbeilagen
 Betreuung der vorhandenen Firmen durch Newsletter, Beispiel: S-Bahn-Fahrplanänderungen, Veranstaltungen etc.
 Begleitung neuer und alter Unternehmen
 Kontakte halten, neue Kontakte herstellen
 Präsentation der Gemeinde auf Messen


All das kann niemand „nebenbei“ erledigen. Deshalb braucht Neufahrn professionelle Wirtschaftsförderung.

Bürgermeisterkandidaten die anlässlich der Wahl behaupten, sie würden die Wirtschaftsförderung zur Chefsache machen, haben nicht verstanden, was Wirtschaftsförderung bedeutet. Diese Aufgabe kann nur von einer Fachkraft erfüllt werden, die Fulltime dieser Aufgabe nachgeht - so wie die Bürgermeisterkandidatin Frau Frommhold-Buhl es seit Jahren fordert. Als Unternehmer und für meine Mitarbeiter hoffe ich auf eine professionelle Wirtschaftsförderung.